Ungewissheit beenden: SPD spricht sich für Schließung der Buckhoffschule aus
EMSDETTEN Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Kock bleibt trotz der überraschend geringen Anmeldezahlen an der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) bei seiner Linie: Die Schließung einer Grundschule sei unumgänglich - und das soll nach Vorstellung der SPD die Buckhoffschule sein.
Die SPD hat sich als erste Partei festgelegt: Die Schließung einer Grundschule sei unumgänglich, aus liegenschaftlichen Gründen käme nur die Buckhoffschule in Frage. Eine Entscheidung soll schnell fallen, damit endlich Gewissheit herrsche. (Foto: Oberheim)
Kock ist sich einer gewissen Unpopularität der Festlegung bewusst - ist aber auch überzeugt, dass (wie von ihm seit Jahresbeginn gefordert) endlich eine Entscheidung fallen muss, "dass man die Ungewissheit Eltern und Lehrern nicht weiter antun kann."
Grundsatzbeschluss
Thema ist die Grundschulzukunft im Schulausschuss am kommenden Montag, denn dort wird der Antrag der SPD diskutiert (EV berichtete), der im Wesentlichen zwei Dinge beinhaltet: Einen Grundsatzbeschluss bis zum Sommer, dass an einer Grundschule ab dem Schuljahr 2013/2014 keine Schüler mehr aufgenommen werden. Und die Abarbeitung eines Fragenkataloges, um zu klären, welche Schule das am sinnvollsten sein könne.
Viel Unruhe
Nach der Veröffentlichung der aktuellen Anmeldezahlen - und der Unruhe vor allem an der PGS - ist die SPD mittlerweile weiter, wie Dr. Thomas Kock im EV-Gespräch erklärt: "Die PGS steht für uns nicht zur Disposition", sagt der Fraktions-Chef. Weil unbedingt eine integrativ arbeitende Schule am Ort gehalten werden und es mindestens eine nicht-konfessionelle Grundschule geben müsse.
Momentaufnahme
Die geringen Anmeldezahlen an der PGS hält Kock für eine Momentaufnahme, die man nicht überbewerten solle. Um die Attraktivität zu steigern, könnte er sich zudem vorstellen, die PGS als gebundene Ganztagsschule, also mit einem verpflichtenden Ganztag, zu führen. Denn stimme das Land dem zu, müssten die Eltern im Gegensatz zum Offenen Ganztag nur das Essensgeld zahlen.
CDU-Vorschlag nicht praktikabel
Dem Vorschlag der CDU, alle Grundschulen so lange wie möglich offen zu halten, um dann die Buckhoffschule an den PGS-Standort zu verlagern, hält Kock für nicht praktikabel, da dann alle Grundschulen in Emsdetten konfessionell gebunden seien. "Die Schließung einer Grundschule ist nicht zu vermeiden, und diese Entscheidung muss jetzt schnellstens fallen", sagt Kock. Aus "rein liegenschaftlicher Sicht", wenn man Gebäudesubstanz und mögliche Folgenutzung betrachte, käme da nur die Buckhoffschule in Betracht. "Mit der guten pädagogischen Arbeit hat eine solche Entscheidung nichts zu tun", unterstreicht Kock.
Politische Mehrheit?
Er ist optimistisch, dass es für diesen Vorschlag eine große politische Mehrheit gibt. Denn Grüne und Emsdettener Liste haben sich bereits für die Schließung einer Schule ausgesprochen. Und in der CDU gibt es weiterhin zwei Meinungen.
















