Konstatntin Revermann zum Lehrgang des DHB: "Guten Eindruck in Kienbaum machen"
EMSDETTEN Es ist nur noch wenige Tage 15 Jahre jung, schon 1,90 Meter groß und kennt sich bestens aus mit der Deutschen Bundesbahn. Denn mehrmals in der Woche fährt Konstantin Revermann mit dem Zug von Hiltrup nach Detten - und abends wieder zurück: Zum Handballtraining bei den TVE-Junioren. Heute geht es ein ganzes Stück weiter, zum DBH-Leistungs-Stützpunkt nach Kienbaum bei Berlin, zu einem mehrtägigen Sichtungslehrgang des Deutschen Handball-Bundes im Hinblick auf die Nationalmannschaft des Jahrgangs 1996.
Seine sechs Tore nützten am Ende nichts: Konstantin Revermann. (Foto: Bernd Oberheim )
Egal, denn jetzt nimmt der Handballsport den Großteil der Freizeit des sympathischen Schülers ein. Vormittags im Gamnasium in Hiltrup, dann an drei bis vier Tagen zum Training nach Emsdetten, am Wochenende das Punktspiel. Da bleibt nicht viel Zeit für andere Dinge. Doch Konstantin will das genau so, das spürt man im Gespräch sehr deutlich.
Denn er hat schon klare Vorstellungen - von Sport und Beruf. "Ich möchte gern in den Kader des Bundesligisten TV Emsdetten, später dort einen Stammplatz erkämpfen", blickt Konstantin nach vorn. Und wohin soll nach Beendigung der Schule der berufliche Weg gehen?
"Beruf ist sehr wichtig""In die Versicherungs-Branche, mein Vater hat eine Agentur in Hiltrup." Der Weg ist also vorgezeichnet. Denn Konstantin weiß: "Es gibt nur wenige Handballer, die durch den Sport ihr komplettes Leben finanzieren können." Der berufliche Werdegang soll schon im Mittelpunkt stehen.
Keinen deutscher Handballer als Vorbild? Konstantin zögert, ihm hat die Vorstellung des deutschen Teams bei der Euro nicht so zugesagt. "Kämpferisch in Ordnung, doch spielerisch, als Mannschaft war das zu wenig, zu wenig im Zusammenspiel."
Vater Revermann war ein in Raum Münster relativ bekannter Fußballer - und der Sohn spielt Handball? "Da hat sich mein Vater nie eingemischt. Ich bin damals mit einem Freund zum Handball-Training von DJK Hiltrup gegangen. Hat Spaß gemacht, also habe ich es versucht", nennt Konstantin den Start seiner noch jungen Karriere.
Bei Trainingseinheiten des Westfälischen Handball-Stützpunktes fiel er auf, dieser baumlange und wurfgewaltige Nachwuchshandballer. "Benni Volkmer und Stephan Hammelmann, sie haben mich zum TV Emsdetten geholt." Dort spielt Konstantin jetzt schon in zweiten Jahr, stiegt nach der C-Jugend in die B-Junioren auf.
"Guten Eindruck machen"Heute geht es nach Berlin, "dort will ich einen guten Eindruck hinterlassen, um in Zukunft weitere Berufungen zu bekommen", lautet sein Ziel.
In Kienbaum werden spezifische Dinge geschult: Handball natürlich, ein Taktik-Test, die Motorik wird geschult. Alles muss passen...
Was kann Konstantin Revermann besser als andere Handballer seines Alters? Wieder zögert der Rückraumspieler, es ist nicht einfach, um vermeintlichen Stärken zu reden. "Ich bin körperlich recht präsent." Das sieht man, 1,90 groß, schon jetzt echt durchtrainiert. Zudem nennt Konstantin Revermann seine Schnelligkeit als weiteren Faktor und Trumpf bei seinem geliebten Handballsport.
Angriff macht viel mehr SpaßAngriff oder Abwehr, was ist besser? "Angriff", kommt es wie aus der Pistole geschossen. Klar, Handball macht halt viel mehr Spaß, mit der Kugel in der Hand ...
Und was muss er steigern? "Die Präzision im Abschluss, die Härte meiner Würfe, daran arbeite ich immer. Zudem geht es in jedem Training auch darum, seine Spiel-Intelligenz zu steigern", weiß der 15jährige, der nach seiner Rückkehr aus Kienbaum seinen 16. Geburtstag feiert.
Mit Freude nach BerlinUnd Konstantin hätte richtig Spaß an diesem Festtag, wenn er in Kienbaum seine Ziele hat umsetzen können. Handballerisch und in den anderen Sparten einen guten Eindruck hinterlassen. "Wenn mir das gelingt, dann ist alles gut."











