Handball-Zweitligist TV Emsdetten: TVE plant in Saarlouis einen guten Start ins Jahr 2012
EMSDETTEN. Es geht wieder los für den TV Emsdetten in der zweiten Handball-Bundesliga, am Samstag bestreitet das TVE-Team die letzte Partie der Hinrunde, um 19.30 Uhr in der Halle am Stadtgarten bei der HG Saarlouis.
Ernir Anaron ist "angekommen" im Kader des TVE. "Es ist sehr gut, dass er auf zwei Positionen spielen kann", sagt TVE-Trainer Patrik Liljestrand. (Foto: Oberheim)
TVE-Trainer Patrik Liljestrand (Foto) und sein Kader blicken überaus optimistisch auf den Start. "Wir haben sehr gut trainiert, sind fokussiert auf den Start. Wir beginnen das neue Jahr gleich mit zwei Auswärtsspielen, in Saarlouis und am Sonntag darauf in Nordhorn. Es wäre sehr schön, wenn wir optimal starten könnten", hofft der TVE-Trainer. Optimal - dann muss in Saarlouis ein Sieg her. Gar nicht so einfach ...
"Unser Gastgeber hat zwar die meisten Gegentreffer in der Liga kassiert, aber eine enorme Qualität in der Offensive, ist auf allen Offensiv-Positionen sehr stark besetzt", hat Trainer Liljestrand auf den Videos der letzten HG-Spiele gesehen. Und der Coach sagt: "Saarlouis hat im Dezember gegen Hamm gewonnen, das muss genügend Warnung für uns sein."
Der TVE-Kader hat sehr intensiv trainiert, Laufeinheiten und ganz oft in der Halle. Testspiele waren rar in den vier Wochen, die Meinung des Trainers: "Es war Pech, dass die Partie gegen Wisla Plock abgebrochen werden musste. Viel wichtiger ist, dass es dem verletzten Spieler mittlerweile wieder besser geht. Wir haben in den vergangenen Wochen gut und intensiv gearbeitet. Da ist mir eine intensive Einheit auf hohem Niveau oftmals deutlich lieber als ein Test gegen einen Regionalligisten", strebt Trainer Liljestrand in jedem Training an, dass seine Jungs bis an die Grenzen müssen.
Und das müssen sie heute auch. Betrachtet man das Verletzungspech in der ersten Serie, so ist der Tabellenstand mehr als in Ordnung. Jetzt geht es darum, einen guten Start ins neue Jahr zu finden. Zwei Auswärtsspiele, auf den ersten Blick ist das negativ. Doch die bisherige Saison hat doch gezeigt, dass der TVE in fremden Halle sehr erfolgreich gespielt hat. Und wenn die Mannschaft in den nächsten zwei Wochen dieses Trend fortführen kann, dann sieht es richtig gut aus. Doch das TVE-Team soll es Schritt für Schritt angehen, es wird heute im Saarland schwer genug. Doch ein Auswärtssieg ist machbar.
Hinrunde läuft glänzend
Die Hinrude lief für die Saarländer bisher besser, als erwartet. Erst vor drei Jahren in die 2. Liga Süd aufgestiegen, schaffte die HG über die Relegationsrunde 2011 als letzter Club die Qualifikation zur eingleisigen 2. Bundesliga. Dass sie mit dem nur marginal veränderten Kader nach 18 Spielen auf Platz acht stehen würde, hätte selbst Trainer André Gulbicki nicht gedacht. „Unser Ziel bleibt aber der Klassenerhalt. Wenn wir so spielen wie in der Hinrunde, bin ich mehr als zufrieden“, sagt er und warnt vor dem aktuellen Gegner: „Der TVE ist enorm stark, besonders auswärts. Für uns wird das eine ganz harte Probe.“
Ebenso überraschend, wie die erfolgreiche Hinrunde in der Liga, traf die Saarlouiser Fans vor wenigen Tagen die Nachricht, dass Erfolgstrainer Gulbicki am Saisonende aufhört. Seine Entscheidung begründete der 50-Jährige mit den gestiegenen Anforderungen an die Aufgabe bei der HG und der damit verbunden zeitlichen Mehrbelastung. Der gebürtige Pole arbeitet hauptberuflich als Immobilienkaufmann in Luxemburg. Ob sich die Mannschaft von diesem „Schock“ (Kapitän Danijel Grgic) erholt hat, wird sich jetzt zeigen. „Ich hoffe, dass diese Sache keinen Einfluss auf die Einstellung der Spieler hat“, sagt Gulbicki und ergänzt: „Die Jungs sind Profis genug. Von daher wird das Thema bald sowieso keine Rolle mehr spielen.“
Torjäger Daniel Fontaine
Ein weiteres Thema, das die HG Saarlouis zuletzt beschäftigte, war das lädierte Knie von Jonathan Julvécourt. Der Sommer-Neuzugang von 2011 verletze sich noch im letzten Jahr. Nach reiflicher Überlegung entschied sich Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Schneider gegen eine Operation, für die konservative Behandlung. Weil Julvécourt am Samstag wieder einsatzfähig ist, wurde bisher kein neuer Spieler verpflichtet. Wieder einsatzfähig ist auch das größte Talent in Saarlouiser Reihen, Rückraum-Schütze Daniel Fontaine. Der von Erstligisten umworbene 22-Jährige (bisher 103 Tore) durfte – erkältet – beim 26:31 im Test gegen den Erstligisten Hüttenberg pausieren.











