Flughafen Münster/Osnabrück: Jetisfaction sagt Flüge nach London ab
GREVEN/MÜNSTER Die Alternative scheint nun doch keine Alternative zu sein: „Jetisfaction“, für Air Berlin in die London-Linie eingesprungen, wird am kommenden Montag nicht wie geplant vom Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) gen Großbritannien fliegen.
Passagiere des FMO müssen auch weiterhin auf eine Verbindung nach London verzichten.d (Foto: Marc Geschonke)
Deutliche Unzulängligkeiten bei Jetisfaction
„Aus operativen Gründen“ könne die Flugverbindung nicht am 31. Oktober starten, heißt es auf der Internetseite von Jetisfaction. Und sehr viel mehr weiß man am FMO auch nicht. „Unschön“ stelle sich die Situation für den Flughafen dar, wie Sprecher Andrés Heinemann sagt.
Man habe dem Unternehmen einen Fragekatalog zukommen lassen, der sei bislang aber unbeantwortet geblieben. Die ersten sechs Wochen des Betriebs – hier Richtung Zürich – seien reibungslos verlaufen, seit zwei Wochen aber gebe es deutliche Unzulänglichkeiten, wie Heinemann es formuliert.
Flüge wurden umgebucht, eigentlich noch ein gutes Zeichen, andere aber seien gar nicht erst gestartet. Anders sieht es auf der Strecke gen Posen aus. Die ist kurzerhand gestrichen worden. Heinemann: „Wir haben Jetisfaction sehr ernste Fragen gestellt, wie es weiter gehen soll. Informiert wurden wir darüber nicht, haben dies nur über deren Internetseite erfahren.“
Bis zum Wochenende fliegt Air Berlin noch nach London
Immerhin: Für Zürich seien die Flüge weiterhin buchbar. Wie lange dies noch der Fall sein mag – darüber war vom Unternehmen Jetisfaction nichts zu erfahren.
Viel schlimmer aber trifft den FMO und seine Fluggäste der Wegfall der Linie gen London. Air Berlin hatte aufgrund seiner umfassenden Sparmaßnahmen das Ende für Oktober angekündigt. Bis zum Wochenende wird noch geflogen, danach sollte Jetisfaction eigentlich nahtlos übernehmen.
Ersatz für den Ersatz hat man naturgemäß keinen. In fünf Tagen eine neue Fluglinie? Das sei für keine Gesellschaft regelbar. „Wir müssen und werden alles Menschenmögliche tun, mit vielen Fluggesellschaften das Thema besprechen und fragen, wer Interesse hat“, so Heinemann, „Klar ist, die stehen nicht unbedingt Schlange. Keine Gesellschaft wartet nur darauf, dass Jetisfaction nicht mehr fliegt. Das wird ein großes Stück Arbeit.“
Betroffene sollen sich bei Airline melden
Klar sei aber auch, dass den so genannten Billigfliegern damit nicht automatisch die Tür geöffnet wird. „Da gibt es eine klare Aussage unserer Gesellschafter für die aktuelle Situation.“ Möglich, dass Jetisfaction vielleicht doch noch die Wende hinbekommt und kurzfristig wieder Flüge anbietet. Bis dahin aber empfiehlt der FMO Betroffenen, die bereits Tickets gebucht hatten, sich direkt mit Jetisfaction in Verbindung zu setzen, um dort eine Erstattung geltend zu machen.













