Deutlich mehr Verwarngeld eingenommen: Knöllchen: Stadt kassiert 100.000 Euro
GREVEN Für die einen sind sie periodisch wiederkehrende Ärgernisse, für die anderen eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle: Städtische Bußgelder für Falschparker, im Volksmund Knöllchen genannt, unterliegen je nach Sichtweise ganz unterschiedlichen Beurteilungen.
(Foto: Michael Hagel)
Satte Steigerung
Im vergangenen Jahr durfte sich Kämmerer Wolfgang Beckermann nochmals über eine satte Steigerung für den Stadtsäckel freuen: 11 471 Knöllchen brachten der Stadt die annähernd runde Summe von 100 000 Euro ein. Das hat natürlich viel mit dem personellen Aufwand zu tun, den die Stadt in Sachen Knöllchen betreibt. Noch im Jahr 2009 war über weite Teile des Jahres lediglich ein Bediensteter unterwegs, um Verwarnungen auszustellen. Eine weitere Kraft war monatelang krank geschrieben und damit nicht einsatzfähig. 2010 waren zum größten Teil zumindest zwei Personen damit beschäftigt, die Verwarnungen zu verteilen.
Fest im Haushalt einkalkuliert
„Und im vergangenen Jahr hatten wir eine hauptamtliche Kraft und drei 400-Euro-Kräfte im Einsatz“, sagt Stadtsprecher Klaus Hoffstadt. „Das macht sich bemerkbar, dadurch erklärt sich sicherlich auch der höhere Jahresbetrag.“ Es gebe indes keine Vorgabe, möglichst viele Knöllchen zu schreiben, das betont die Verwaltung seit Jahren. Dennoch wird natürlich mit dem Geld im Haushalt fest kalkuliert. Das allerdings mit im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Tarifen. Eine fehlende Parkscheibe kostet nach wie vor 5 Euro, Parken im Halteverbot wird mit 15 Euro veranschlagt, für Parken in der Fußgängerzone sind 30 Euro fällig und Parken auf einem Behindertenparkplatz kostet in Greven 35 Euro.
Blitzanlagen bringen Geld
Juristische Einspruchsverfahren durch die Instanzen gab es auch im vergangenen Jahr erneut nur ganz wenige. Viele Betroffene scheuen den bürokratischen wie finanziellen Aufwand. Eine Stange Geld kosteten Grevens Autofahrer auch 2011 wieder stationäre und mobile Blitzanlagen. Das Bußgeld wird aber nicht von der Stadt, sondern vom Kreis Steinfurt eingetrieben. Und der differenziert nicht nach einzelnen Kommunen.
Wie viele Tausend Euro die Starenkästen und Kameras in und um Greven im Jahr 2011 erbracht haben, muss deshalb offen bleiben. Kreisweit waren es 4,8 Millionen Euro! Vollkommen neu gemischt werden die Karten in diesem Jahr. Mit der Einführung der Parkgebühren voraussichtlich im April ändert sich alles...













