Wenn die Floristin zur Rose greift, der Konditormeister vierstöckig backt und die Modefachfrau das „Sahnetörtchen“ beschwört – dann geht es um echte Klassiker. Und die feiern in der Hochzeitsbranche nicht nur Renaissance, sie alle sind Thema der großen Hochzeitsmesse am 5. Februar.Von Sonja Kostersitz
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Es laden ein: die Spezialisten rund ums Ja-Wort. (Foto: Sonja Kostersitz)
Eigentlich müssen sich beide nur trauen. Denn ist die Verlobung erstmal gemachte Sache, läuft der Rest eigentlich von ganz alleine – sofern man sich vertrauensvoll in Spezialistenhände begibt. Es gibt Menschen, die dafür sorgen, dass man nicht nur genügend Platzkärtchen drucken lässt, sondern diese obendrein noch mit Stuhlhusse, Brautstrauß und Hochzeitstorte farblich harmonieren.
Bloß den Überblick bewahren
Ansprechpartnerin Nummer 1: Anne Wesselmann. Als „Wedding-Planerin“ hat sie den Überblick, den man als Hochzeitsanfänger nur allzu schnell verliert. Eine Braut kurz vor dem Nervenzusammenbruch? „Mit mir passiert das nicht“, soviel steht für Wesselmann fest. Zuerst schaue man, wer da eigentlich heiratet. Dann werden Wünsche besprochen und durchgespielt, damit der schönste Tag des Lebens den gebührenden dekorativen Rahmen bekommt.
Und dafür müssen oftmals gleich mehrere Komponenten gemischt werden. Viele von ihnen können Besucher am 5. Februar im Salon Frank Overberg Beauty hautnah kennen lernen. Zur nunmehr 9. Grevener Hochzeitsmesse finden sich wieder Fachleute unterschiedlichster Couleurs zusammen. Organisatorin Anne Wesselmann wird erklären, wie es die Braut ohne Nervenzusammenbruch bis zum Ja-Wort schafft. Modefachfrau Inga Hulalka zeigt, wir diese dabei prachtvoll aussieht. „Das Sahnetörtchen“, sagt sie und lacht. Weiß oder cremefarben, für das Gros der unangefochtene Inbegriff der klassischen Braut.
Klassisches zieht immer
Und Klassisches zieht, wie die gesamte Fachwelt bemerkt. Auch Styling-Spezialist Frank Overberg wird zum Klassik-Trend einiges zu sagen haben. Sein Beautysalon ist für die Braut die letzte Station vor dem Ernstfall. Dort beruhigt sie die Nerven mit Prosecco und einer detailverliebten Kopfarbeit. „Klassisch glatt und hochgesteckt“, beschreibt Overberg die aktuelle Vorliebe.
Für Georg Liesenkötter geht die Liebe berufsbedingt durch den Magen. Die Geschmäcker sieht der Konditormeister breit gestreut: „Große Herzen mit Obst“ oder auch einfach der Klassiker. „Vier Stockwerke mit Rosen aus Marzipan.“ Der Bogen zum Brautstrauß wäre damit schon spielend geschlagen. Denn die Rose, so weiß Floristin Andrea Schürhaus, „ist bei Hochzeiten nicht mehr wegzudenken“. Und wer es lieber technisch mag: Auch eine echt Stretch-Limousine gibt es am 5. Februar zu bewundern.