Handball: 09-Damen geben Führung gegen Weibern aus der Hand
GREVEN Die Sensation war zum Greifen nah: Nach einem unschönen 0:5-Rückstand holten die Zweitliga-Handballerinnen des SC Greven 09 am Samstagabend in der Rönnehalle gegen den TuS Weibern eine umjubelte 21:19-Führung. Doch sie konnten den Vorsprung nicht halten und kassierten am Ende eine klare 27:33 (13:15)-Niederlage.
Monika Kornet (r.) warf den 16:16-Ausgleich. (Foto: Bernd Oberheim)
Der Auftakt versprach nichts Gutes. Es dauerte fast zehn Minuten, bis die 09-Damen es erstmals im Gästetor klingeln ließen. Zuvor hatten sie etliche Chancen nicht verwerten können: Nikki Schreurs warf vom Siebenmeterpunkt über den Kasten (2.), TuS-Keeperin Weena Ghosh parierte einen ohnehin schon nicht hundertprozentigen Wurf von Melanie Lorenz (4.), Anika Ziercke traf von Rechtsaußen nur die Latte (7.) und Elke Thomassen von Rechtsaußen nur die Torhüterin (8.).
Notbremse
Dabei musste man den Grevenerinnen zugute halten, dass sie es mit einer bärenstarken Abwehr zu tun hatten, die es ihnen schwer machte, ihre Torwürfe gut vorzubereiten. Als die 09-Damen mit 0:5 zurück lagen, zog Trainern Franziska Heinz die Notbremse, sie nahm eine Auszeit.
Dann klappte es endlich mit dem Torewerfen: Ania Jaszczuk stieg aus dem Rückraum hoch und landete den 1:5-Anschlusstreffer (9.) - eine Erlösung! Langsam, aber sicher arbeitete sich der SCG über 4:7 (Anika Ziercke von Rechtsaußen, 13.), 7:11 (Sarah Everding vom Kreis, 24.) und 11:14 (Melanie Lorenz aus dem Rückraum, 29.) zum erfreulich knappen 13:15-Halbzeitstand (Sarah Everding vom Kreis, 30.) heran.
Harte Arbeit
Es war tatsächlich ein hartes Stück Arbeit: Um die TuS-Deckung mit dem starken Mittelblock zu überwinden, mussten sich die 09-Damen schon einiges einfallen lassen, so wechselten die Rückraumspielerinnen immer wieder die Positionen. Nicht leicht war, sich auf das schwierige Kurzpassspiel einzustellen, zu dem Weibern seine Gegnerinnen zwang. So schienen die Gäste den Grevenerinnen - auch als der Vorsprung schmolz, was zum großen Teil der sensationell haltenden Pauline Radke im 09-Tor zu verdanken war - immer um einiges voraus zu sein.
In der Pause hatten die 09-Damen offenbar einiges an Mut getankt, und die Vulkan-Ladies einiges an Nervosität. So drückten nun die Grevenerinnen dem Spiel ihren Stempel auf. Monika Kornet erzielte von Rechtsaußen mit dem 16:16 (34.) erstmals den Ausgleich. Sarah Everding, die richtig heiß auf Tore war, holte mit dem 18:17 (36.) per Tempogegenstoß dann die Führung. Mit 21:19 (Sarah Everding vom Kreis, 42.) lag Greven schließlich mit zwei Toren in Front. Spätestens da war klar: Ein Sieg gegen den absoluten Favoriten war durchaus möglich!
Fehler im Angriff
Doch dann kamen sie wieder: Die Fehler im Angriff, mit denen die 09-Damen ihre Gäste stark machten. Nach drei Gegentoren in Folge zum 21:22 (Lisa Schenk, 45.) lief der SCG wieder einem Rückstand hinterher. Weibern nutzte die Fehler seiner Gastgeberinnen geschickt zu vielen Tempogegenstößen, die letztlich dafür verantwortlich waren, dass das Ergebnis so deutlich ausfiel. Sicherlich hatten sich die Vulkan-Ladies den Sieg verdient, aber sicherlich war die Niederlage in dieser Höhe für die Grevenerinnen unverdient.
SC Greven 09: Radke, Thiele - Jaszczuk (9/3), Everding (8/1), Ziercke (4), Kornet (3), Lorenz (3), Frank, Thomassen, Schreurs, Yusif.
TuS Weibern: Kochs, Herbst, Ghosh - Huber (10/4), Salz (7), Schenk (4), Frank (4), Kils (3), Atanasoska (2), Zimmermann (2), Klingenberg (1/1), Oster, Kazaki.
Siebenmeter: Greven (4/5), Weibern (5/6).
Zeitstrafen: Greven drei, Weibern drei.
Zuschauer: 637.









