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Medienhaus Lensing
24.02.2009 15:46 Uhr
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Interview mit Öing und Schulze Dieckhoff

GREVEN Seit Beginn des Jubiläumsjahres sind sie häufiger in der Rönnehalle gewesen: Thomas Öing und Christian Schulze Dieckhoff.Von Claudia Ix

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... und Christian Schulze Dieckhoff. GZ-Fotos Gunka

 

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Und das nicht nur, um guten Frauenhandball zu sehen: Die beiden betreuen seit Januar als Marketing-Fachleute die Zweitliga-Handballerinnen von 09. Was sie vorhaben, erzählten sie GZ-Redakteurin Claudia Ix.

Ihr Auftrag ist, weitere Sponsoren im Bereich der Exklusiv-Partner und eines Hauptsponsors für die Zweitliga-Frauen zu finden. Wie weit sind Sie?

Öing: Die Hausaufgaben haben wir abgeschlossen in Bezug auf das Sponsoringkonzept. Nun nehmen wir Kontakte mit potenziellen Sponsoren auf.

Was heißt das denn konkret?

Öing: Das reicht vom Trikotsponsoring bis zum neuen Siebenmeter-Sponsoring. Das kann aber auch bis zur Namensgebung der Mannschaft gehen, Beispiel: Provital Blomberg-Lippe aus der 1. Bundesliga.

Wo suchen Sie denn nach dem Hauptsponsor?

Öing: In erster Linie versuchen wir, Kontakte zu Firmen zu knüpfen, die bisher nicht als Sponsoren des Grevener Damenhandballs aktiv waren. Natürlich schauen wir uns aber in einem zweiten Schritt auch das bestehende Sponsorenumfeld an, ob möglicherweise ein bekannter Sponsor weiter entwickelt werden kann. Unser Konzept und die Vorstellungen der Sponsoren müssen aufeinander abgestimmt sein. Wir wollen mit konkreten Ideen auf potenzielle Sponsoren zugehen. Wir reden ja in erster Linie von regionaler Ausstrahlung. Natürlich müssen wir über den Tellerrand hinausschauen, aber uns wäre es schon wichtig, jemanden aus dem Münsterland zu finden mit einem hohen Identifikationsgrad mit der Region und allem ihrem Potenzial.

Wie wichtig ist der sportliche Erfolg?

Öing: Wenn man auf die durchschnittliche Hinserie der 09erinnen sieht, sieht man, wie wichtig er ist. Das ist ja auch klar: Erfolg bringt mehr Zuschauer, positive Presse, positives Image. Aber es hat auch viel mit dem gesamten Auftreten der Mannschaft und des Umfeldes zu tun. Sonst wären ja die Sponsoren bei einer Negativserie sofort weg. Deshalb binden sich Verein und Sponsoren ja nicht nur kurzfristig.

Wenn es Unruhe, wenn es schlechte Presse gibt, wie beim Rücktritt von Co-Trainer Cabon, sträuben sich Ihnen dann die Haare?

Öing: Alles, was Unruhe bringt, schlägt natürlich Wellen. Und es gibt natürlich Situationen, wo der Verein oder die GmbH reagieren muss. Wir als Vermarkter müssen mit den Konsequenzen richtig umgehen.

Schulze Dieckhoff: 09 ist mit der GmbH schon sehr gut aufgestellt. Das ist ein professionelles Umfeld, das andere noch lange nicht haben.

Öing: Alle Mitarbeiter der GmbH machen ihre Arbeit ehrenamtlich. Wir reden hier von der 2. Bundesliga Frauen, das ist ja noch kein Profisport, die Spielerinnen können vom Handball nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten. Die GmbH versucht jedoch trotzdem professionelle Rahmenbedingungen zu schaffen.

Schulze Dieckhoff: Mit der Eingleisigkeit der 2. Bundesliga Frauen werden diese professionellen Strukturen ja auch vom Verband gefordert.

Öing: Mit Blick auf die Eingleisigkeit kann 09 froh sein, den Schritt zur GmbH bereits getan zu haben.

Die GmbH hat zuletzt mit dem Kalender und der Schmuckkollektion auf die Frauenschiene gesetzt.

Schulze Dieckhoff: Wir glauben schon, dass man mit Frauenhandball ein weibliches Bild gut transportieren kann. Frauenhandball ist ein sehr kampfbetonter, dynamischer Sport. Er symbolisiert Frauenpower, das passt zum modernen Frauenbild.

Mit dem Marketing hatte 09 in den vergangenen Jahren nicht immer ein glückliches Händchen. Ist das eine Hypothek für Sie?

Öing: Ich denke, es ist genug Zeit vergangen, dass es keine Hypothek für uns mehr darstellt. Nina Nouri, die Sie ansprechen, hat im Dezember 2007 ihr Engagement beendet.

Schulze Dieckhoff: Die GmbH hat uns dahingehend informiert und wir gehen das Thema unvoreingenommen und unbelastet an.

Arbeiten Sie auf Honorarbasis?

Öing: Wir arbeiten rein erfolgsabhängig und unsere Planungen sind auf die kommende Saison ausgerichtet.

Wie sehen Sie das Verhältnis zum Gesamtverein?

Öing: Wir können zum Verhältnis Gesamtverein und Spielbetriebs GmbH gar nichts sagen. Wir wissen, aus welcher Motivation heraus die GmbH gegründet wurde, und wir sehen das als einen professionellen Schritt an.

Wie eng ist Ihr Kontakt zur Mannschaft?

Öing: Wir sind ja noch nicht so lange dabei, dafür ist er aber gut. Mit jedem Spiel, das wir besuchen, wird er enger. Ich hoffe schon, dass die Mannschaft merkt, dass wir im Hintergrund da sind. Es macht uns auch Spaß zu sehen, wie sie jetzt nach und nach Erfolge einfahren. Da freuen wir uns, wenn wir im Urlaub eine SMS bekommen: "Wir haben gewonnen."



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