Feuerwehr Horstmar: Erste Probefahrt mit dem neuen Gerätewagen
HORSTMAR. Im knalligen Feuerwehrrot funkelt er bei seiner ersten offiziellen Probefahrt in der Februarsonne, der von Mitgliedern der Wehr umgebaute und nun einsatzfähige Gerätewagen Logistik der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar.
Der Gerätewagen Logistik mit Anhänger. (Foto: Sundermeier)
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In insgesamt 900 Arbeitsstunden schaffte es die neunköpfige Projektgruppe der Wehr, aus dem ehemaligen Rüstwagen des Bundes (RW1), einen technisch bis ins kleinste Detail ausgeklügelten "Gerätewagen Logistik" fertig zu stellen.
"Diese Stundenzahl teilen wir uns aber mit der Ausbildungswerkstatt von Schmitz Cargobull, die in Zusammenarbeit mit dem Schmitz Cargobull Servicepartner die Umbauarbeiten unterstützten", erklärte Projektleiter Markus Deiters, der im gleichen Atemzug darauf verwies, dass ohne dieses zusätzliche Unterstützung der Umbau in dieser Güte nicht hätte stattfinden können.
Feuerwehrmännser sind seit Mai im Einsatz
Michael Bürger, Andreas Kleimann-Börger, Thorsten Kölking, Hendrik Wüller, Tom Denkler, Ansgar Laurenz, Udo Mensing und Bernhard Jöne verbrachten sei Mai vergangenen Jahres viel Zeit, um im Wagen so manche Raffinesse einzubauen oder die zwölf Rollcontainer auf der Ladefläche ihrer Nutzung gerecht auszustatten.
Anregung holten sich das Projektteam von ähnlichen Fahrzeugen. "Meistens wussten wir dann genau, was wir anders machen wollten, wie beispielsweise die Sicherungstechnik der Rollcontainer", erinnert sich Oberbrandmeister Markus Deiters.
Hier sollte eine schnelle und unkomplizierte, mechanische Sicherung installiert werden. "Wir wollten keine Stangen oder Spanngurte und stießen so bei unseren Recherchen auf Spanner, die mittels Hebel die einzelnen Container auf der Laderampe sichern", bringt Deiters ein Beispiel dafür, was im Rahmen einer Diskussion bezüglich des optimalen Ausbaus als technische Raffinesse vom Team eingebaut wurde.
Im Übrigen richtete sich der Fokus immer wieder auf das höchst mögliche Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen, die der Aus- und Umbau nicht überschreiten durfte, damit ein Fahren mit der Führerscheinklasse 3 nicht ausgeschlossen wurde.
Anhand der Ausrüstung für eine Grundbeladung des Gerätewagens entstanden dann Pläne für die selbst geschweißten Rollcontainer.
Fotostrecke Neues Fahrzeug für die Feuerwehr
Überdies änderte sich auch der Fahrzeugaufbau, indem der Aufbau oberhalb der Bordwand abgetrennt, die Ladefläche um 50 Zentimeter verlängert und eine Ladebordwand angebracht wurde. Die Stirnwand ist nun aus Aluminium und mit dem Zubehör für die Seilwinde bestückt.Zwölf Container
Auf der Ladefläche finden sechs der zwölf Container platz. "Das Fahrzeug ist von allen Seiten zugänglich und in der Mitte haben wir einen Durchgang gelassen, deshalb ist es möglich das Material aus den vorderen Container zu entnehmen ohne dafür das Fahrzeug zu entladen. Mit nun insgesamt zwölf Containern haben wir die Möglichkeit, den Gerätewagen je nach Einsatzlage zu bestücken", erklärt der Projektleiter den Innenaufbau.
Letztendlich verzichteten die Konstrukteure auf das Reserverad und verlasteten dort die Keile für den Seilwindenbetrieb. Zudem dient das Fahrzeug als Zugfahrzeug für einen Multifunktionsanhänger, der 2009 nach Ausmusterung eines LF8 ebenfalls in Eigenleistung der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar erstellt wurde.















