Unfallbilanz 2009: Zahl der Verkehrstoten auf 18 gesunken
KREIS STEINFURT Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr zwar kreisweit gestiegen, doch die Bilanz für das Jahr 2009 sieht dennoch erfreulich aus. Es gab nur 18 Verkehrstote, 13 weniger als im Vorjahr.
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Durch die Abwrackprämie fahren deutlich mehr Neufahrzeuge im Kreis. Die Technik ist sicherer geworden. Von den 10513 Verkehrsunfällen im Jahr 2009 (2008: 10232) wurden es bei 1579 Personen verletzt, das sind 69 oder 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr.
Schwere Verkehrsunfälle bereiten Kreispolizei Kopfzerbrechen
Einen Anstieg gab es dagegen bei den Sachschäden: 459 schwerwiegende Verkehrsunfälle mit Sachschaden (Straftaten/+1,8 Prozent) sowie 6792 sonstige Sachschadensunfälle (Ordnungswidrigkeiten/+5,1 Prozent). Vor allem der relativ hohe Anteil von 15 Prozent schwerer Verkehrsunfälle an den Unfallzahlen bereitet der Kreispolizei Kopfzerbrechen.
Einen „Riesenerfolg“ nannte Klaus Stockel (Foto), der Leiter des Verkehrsdienstes die niedrige Zahl von 18 Verkehrstoten, das sind 37,9 Prozent weniger als 2008. Besonders bei den Kradfahrern scheinen die Überwachungsmaßnahmen der Polizei, nicht zuletzt durch zwei eingesetzte Motorräder mit Videoüberwachung, Erfolge zu bringen.
Ein toter Motorradfahrer
Gab es 2008 noch acht tote Kradfahrer, so war es im vergangenen Jahr nur ein toter Motorradfahrer. Acht der 18 Verkehrstoten waren älter als 65 Jahre (Vorjahr: 5). Dieser starke Anstieg wird von der Polizei zwar aufmerksam registriert, aber Stockel sieht die Entwicklung noch gelassen.
Im Verhältnis zum Gesamtanteil an der Bevölkerung seien die Senioren beim Unfallgeschehen immer noch „unterrepräsentiert“. Und: „Die Senioren sind mehr Opfer als Verursacher von Unfällen“, so Stockel. Aufmerksam im Blick hat die Polizei auch die „enorm hohe Zahl der Radfahrer“, die in Verkehrsunfälle verwickelt werden. Immerhin 576 (Vorjahr: 615) waren es noch im vergangenen Jahr.
Leichter Anstieg bei Unfallflucht
Nachdem 2009 bereits in Rheine die Verkehrsdisziplin der Radfahrer gezielt kontrolliert wurde, soll dies jetzt zumindest auf die anderen größeren Städten ausgeweitet werden. Wenig Verständnis hat die Kreispolizei für Unfallflüchtige. Mit 1869 Fällen sind Verkehrsunfälle mit Flucht im vergangenen Jahr noch einmal leicht angestiegen, in 173 Fällen davon gab es sogar Personenschaden.
Die Aufklärungsquote der Polizei liegt hier auf relativ hohem Niveau: zwei Drittel aller Unfallfluchten mit Verletzten werden aufgeklärt, bei den Unfallfluchten allgemein wird jeder zweite Täter ermittelt. Durch weitere Zentralisierung will die Kreispolizei hier noch größere Ermittlungserfolge erzielen.
Zentrale Verabeitung
So werden in Rheine alle Unfallfluchten mit Personenschäden aus dem Kreis zentral bearbeitet, in Ibbenbüren die Unfälle mit Schwerverletzten und Todesopfern.












