Abenteuerzoo: Luchs-Ausbruch endet nach drei Tagen
METELEN Es hat keine Spur, keinen Hinweis gegeben, wo der elf Monate alte Luchs Aragon aus dem Abenteuerzoo geblieben sein könnte. Drei Tage lang genoss das junge Tier die Freiheit. Doch dieser Ausflug ist nun beendet. In der Nähe seines Geheges wurde er am Mittwoch entdeckt und mit einem Betäubungsgwehr außer Gefecht gesetzt.
Jungtier Askan ist am Sonntag aus dem Abenteuerzoo ausgebrochen. Mittwochnachmittag wurde er in der Nähe des Geheges entdeckt und mit einem Betäubungsgewehr außer Gefecht gesetzt. (Foto: privat)
Nachdem der Ausbruch entdeckt worden war, begann sofort die Suche nach dem Tier, berichtete auf MZ-Anfrage Canan Öperli von der Geschäftsstelle des Abenteuerzoos. „Zahlreiche Mitarbeiter sind durch die Gegend gestreift, aber es war nicht einfach, Aragon zu entdecken.“ Das Fell des Jungtieres sei im Gebüsch und im Wald praktisch nicht zu sehen gewesen.
Für kurze Zeit im "Land der Träume"
Am Mittwochnachmittag wurde Aragon dann aber doch gesehen. Er schlich am Zaun vor dem Gehege herum. „Natürlich kann man so ein Tier nicht durch Streicheln oder Locken wieder einfangen“, betont Öperli. Eine Tierpflegerin nahm sich der Sache an und griff zum Betäubungsgewehr. Ihr gezielter Schuss schickte Aragon für kurze Zeit ins Land der Träume. Das reicht, um ihn zu Eltern und Bruder zurückzubringen.
„Es bestand keine Gefahr für die Bevölkerung“, unterstreicht Öperli. „Anders hätte es ausgesehen, wenn nicht ein Jungtier, sondern ein ausgewachsener Luchs entflohen wäre.“ Aragon sei noch sehr scheu, und er sei es gewohnt gewesen, von Menschen sein Futter zu bekommen. „Deshalb hat er sich vermutlich auch immer in der Umgebung des Zoos aufgehalten, er wollte wohl einfach wieder zurück“, nimmt Öperli an.
Zaun des Geheges wird erhöht
Dennoch: Über den Ausbruch wurden sowohl die Gemeinde als auch das Veterinärsamt des Kreises Steinfurt informiert. „Jäger waren aber nicht unterwegs“, sagte die Mitarbeiterin des Zoos.
Es sei das erste Mal gewesen, dass ein Tier, das Menschen theoretisch gefährlich werden könnte, aus dem Metelener Zoo ausgebrochen sei. Damit sich das in Zukunft nicht wiederholen kann, habe man jetzt damit begonnen, den Zaun vor dem Luchsgehege zu erhöhen und ihn an der oberen Kante abzuschrägen.
Sorge in der Bevölkerung
In der Bevölkerung war der Ausbruch des Luchses nicht unbemerkt geblieben. Vor allem unter Eltern mit kleinen Kindern hatte Sorge geherrscht. Sie dürften jetzt ebenfalls aufatmen – auch wenn Aragon selbst noch ein kleines Luchskind ist.










