Metelener Heide: Projektgruppe will in Metelen das Heidekraut wieder ansiedeln
METELEN Nur wenige waren eingeweiht: Seit Februar 2011 trafen sich sieben honorige Metelener Männer regelmäßig zur Besprechung. Am Freitag machten sie ihr Ziel öffentlich: Gegenüber des Heidecafés soll ein großes Areal ursprünglicher Zwergstrauchheide entstehen.
Ein Feld voll Heidekraut. Die Metelener Projektgruppe lässt von kundigen Gärtnern ein paar tausend Pflänzchen in Töpfen vorziehen. (Foto: Carmen Jaspersen (dpa))
In der Projektgruppe sind tätig: Bürgermeister Helmut Brüning, Wilhelm Hasken, Karl Hollekamp, Bernhard Iking (Vorsitzender des Heimatvereins), Wilfried Opitz, Heinrich Tewes (Ehrenvorsitzender des Heimatvereins) sowie Hermann Schwall.
Idee
Die Idee, in der Metelener Heide wieder Heidekraut anzusiedeln, kam von Karl Hollekamp. Als Kind spielte er in der Bült und der Metelener Heide - Kulturräume, die über Jahrzehnte ihr ursprüngliches Aussehen verloren haben. Als Anfang des letzten Jahrhunderts mineralischer Dünger aufkam, wurde die Heide schnell zu Gunsten der heutigen Nutzung der Flur zurückgedrängt, weil nun auf den Heide-Sandböden Getreide und andere Nutzpflanzen angebaut werden konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der Metelener Heide die letzten Zwergstrauchheide-Flächen mit Kiefernwald aufgeforstet, nicht mehr gepflegt und von Sträuchern überwuchert. Die Projektgruppe will in naher Zukunft auf einer rund drei Hektar großen Fläche am Heidecafé Wildheide (Calluna vulgaris) und weitere Zwergsträucher und Gräser ansiedeln. Die Bepflanzung wird wahrscheinlich im Frühjahr 2014 beginnen.
Das Areal soll sich durch seine besondere Lage zwischen dem Fahrradweg und dem Heidecafé als zusätzlicher Anziehungspunkt bei Fahrradausflügen entwickeln.
"Die Fläche wird mit natürlichen Sand-Dünen, einigen anzulegenden Wegen, der wieder angesiedelten Zwergstrauchheide, Wacholder und einigen verbleibenden alten Kiefern, eine besondere Attraktivität aufweisen", heißt es dazu von der Projektgruppe.










