Ausbildungsserie: Industriemechaniker können überall arbeiten
NEUENKIRCHEN Eigentlich sind sie noch „Stifte“, haben gerade erst mit ihrer Ausbildung begonnen. Doch irgendwie sind Jannik Poelmann und Fabian Niehues schon „alte Hasen“ im Pneumatik-Unternehmen Timmer.
Azubi Fabian Niehues ist mit dem Montieren der Schläuche für einen Pumpversuch beschäftigt. (Foto: Yvonne Petrausch)
Praktikum in den Ferien
„Ich bin immer in den Ferien hier gewesen. Es ist mein Traumberuf“, sagt Jannik. Doch so lange ist es nicht her, als Jannik noch Leiter des SEK werden wollte. „Aber dann habe ich irgendwann gerne geschraubt, gesägt und geflext“, erinnert sich Jannik.
Bei Timmer darf er jetzt Maschinen montieren und demontieren. Denn Timmer Pneumatik stellt die Komponenten für pneumatische Pumpen her. „Membran- und Kolbenpumpen, die in der Druckereibranche eingesetzt werden, um Farbe zu fördern“, erklärt Reinhard Altehülsing, der als Techniker die beiden „Stifte“ anlernt. „Diese Pumpen sind beständig gegen Säuren und Laugen.“
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„Am liebsten montiere ich Zylinder“, sagt Fabian. „Aber auch Fegen und Maschinen säubern gehört dazu“, ergänzt Altehülsing. „Sauberkeit ist hier wichtig. Bei der Montage muss es staubfrei sein.“
Kleine Handgriffe
Fürs erste lernen die Azubis viel nur durchs Zusehen. „Alles können wir noch nicht selbst machen“, sagt Fabian. „Aber sie arbeiten uns zu, übernehmen kleine Handgriffe“, sagt Altehülsing. Auch den Gabelstapler dürfen beide noch nicht fahren. Den Schein möchte Jannik so schnell wie möglich machen.
101 Mitarbeiter sind momentan bei Timmer Pneumatik beschäftigt, vier von ihnen sind noch in der Ausbildung. Neben den beiden Industriemechanikern werden auch ein Fachlagerist und ein Mechatroniker angelernt.
Voraussetzung für die Ausbildung zum Industriemechaniker nennt Altehülsing einen Realschulabschluss und gute Noten in Mathematik.
Zweimal in der Woche müssen Jannik und Fabian zur Berufsschule nach Rheine. Im Anschluss an ihre Gesellenprüfung in dreieinhalb Jahren, würden beide gerne noch Meister machen.
„Der Industriemechanikerbereich ist groß“, betont Altehülsing. „Die einen bauen Züge, die anderen Windkraftanlagen. Mit einer guten Idee, die man umsetzen, bauen und vermarkten kann, kann man sich auch selbstständig machen.“












