Hintergründe und Rückblick
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BERLIN/MAINZ Auch SPD- und Grünen-Politiker sind vom Party-Veranstalter Manfred Schmidt eingeladen worden. Der Mainzer Regierungschef Beck ließ sich als SPD-Vorsitzender einen Flug von Schmidt bezahlen. Grünen-Chef Özdemir reiste zu einem Fußballspiel nach Barcelona.
Auch Cem Özdemir, der Bundesvorsitzende der Grünen, wurde vom Party-Veranstalter Manfred Schmidt eingeladen. (Foto: dpa)
Nicht nur in Niedersachsen hat Eventmanager Manfred Schmidt Kontakte zu Politikern gepflegt. Auch hochrangige Vertreter von SPD und Grünen bestätigen jetzt, Einladungen Schmidts angenommen zu haben. Einer von ihnen ist der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Er hatte Bundespräsident Christian Wulff nach Vorwürfen der Vorteilsnahme indirekt einen Rücktritt nahegelegt. Grünen-Chef Cem Özdemir folgte einer Einladung zum Fußball nach Barcelona.
Verdachts der Bestechung
Gegen Partymanager Schmidt wird in einem anderen Zusammenhang wegen des Verdachts der Bestechung ermittelt. Schmidt hatte während der Amtszeit von Wulff als Regierungschef in Hannover eine Lobby-Veranstaltung namens Nord-Süd-Dialog in Niedersachsen organisiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Kontext mit dieser Veranstaltung auch gegen den früheren Wulff-Sprecher Olaf Glaeseker. Beck hat sich in seiner Zeit als SPD-Chef einen Flug von Schmidt im Privatjet bezahlen lassen, bestätigte der stellvertretende Mainzer Regierungssprecher Christoph Gehring am Donnerstag einen Bericht des Magazins „Stern“.
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