Bundesliga: Letztes Halbjahr für Kastner bricht an
Das Auftaktprogramm nach der Winterpause bietet zwei große Möglichkeiten. Hält die U 17 des SC Preußen den Bonner SC und den SC Paderborn auf Distanz oder baut den Vorsprung sogar aus, steht einer stressfreien Restserie in der Bundesliga nichts im Wege. Doch es gibt Unwägbarkeiten vor dem Start.
Lukas Sommer (l.) hat mit Verletzungssorgen zu kämpfen. (Foto: Jean-Marie Tronquet)
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Keine Ausreden
„Gerade in der Abwehr wird es eng“, sagt Trainer Martin Kastner. „Aber das soll und darf nie eine Ausrede sein. Wir können nach wie vor gut aufstellen.“ Notfalls müssen Akteure der in der Westfalenliga im Abstiegskampf steckenden U16 aushelfen. Der am Saisonende scheidende Coach betont aber auch: „Viel darf jetzt nicht mehr passieren. Sonst müssen wir auch mal das Ergebnis und nicht die Fortentwicklung in den Vordergrund stellen.“ In den ersten drei Spielen wäre eine erfolgreiche Ausbeute schon mal richtungsweisend.
Bonn ist mit sieben Zählern Vorletzter, Paderborn mit fünf sogar Schlusslicht. Verlieren die Preußen nicht, dürften diese Teams keine Chance mehr haben, sie zu überholen. Dazwischen liegt noch das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach, in dem Kastner sein mit 19 Punkten an zehnter Stelle rangierendes Team ebenfalls nicht chancenlos sieht. Vor der Winterpause sammelte der SCP acht Punkte aus vier Spielen, eine ähnliche Bilanz wünscht sich der 40-Jährige auch jetzt.
Zwei herbe Pleiten
Wohlwissend, dass längst noch nicht alles glatt läuft. Die ersten Testspiele – 2:2 gegen den VfL Bochum, 1:2 gegen den MSV Duisburg – waren ordentlich. Aufgrund der Personalmisere wurden die Leistungen danach dünner. Einem 3:2 gegen Westfalenligist SV Lippstadt folgte eine 0:3-Pleite beim VfL Osnabrück. Zuletzt erwischte es die U 17 mit 2:5 gegen RW Ahlen, ebenfalls eine Klasse tiefer angesiedelt. „Alles in allem war das eher durchwachsen“, gibt Kastner zu, der in den vergangenen Wochen im Training Wert aufs Spiel nach vorn und im Speziellen auf Durchbrüche über die Außen legte. „Dazu haben wir Überzahl-/Unterzahl-Situationen einstudiert.“
Im Mai übergibt der Sportliche Leiter der Junioren seine Elf dann an Henning Timpe und Martin Holtkamp. Mit seinen Erben kann er sich voll identifizieren. „Das sind auch charakterlich einwandfreie Typen.“ Dass er ihnen einen Bundesligisten hinterlässt, ist abgesprochene Sache. Sein anbrechendes letztes Halbjahr im Preußen-Dienst will Kastner aber gar nicht zu sehr thematisieren. „Es ist zu viel zu tun, als dass da jetzt schon Wehmut aufkäme. Das Ding geht normal weiter.“











